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Hammerschlag
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P R E S S E T E X T E
Ansprache von Monica Vögele anlässlich des Hammerschlages zum Umbau 13.1.2010
Als mein Vater in den 70er Jahren seine – dazumal benannte – „Seedamm- Kunstgalerie“ konzipierte, formulierte er seine Vorstellung hinsichtlich des Objektes, des Gebäudes, wie folgt: „Mit der Seedamm-Kunstgalerie will ich versuchen eine Stätte zu schaffen, die der Erstarrung der Galerie-Idee entgegenwirkt. Um diesem Ziel nahe zu kommen, muss das neue Objekt hinsichtlich der räumlichen, technischen, funktionellen sowie aber auch der architektonischen ästhetischen Voraussetzungen meinen persönlichen Vorstellungen entsprechen. Diese weichen von denjenigen herkömmlicher Galerien in einigen Teilen erheblich ab. Es sind Vorstellungen, die spezifisch darauf ausgerichtet sind Und d y n a m i s c h gestaltet sind sie, so meine ich, wenn Die Information über ein Kunstwerk und seinen Schöpfer in einer Form vermittelt wird, die den Ausstellungsbesucher f a s z i n i e r t. Wenn die bauliche – sowie natürlich auch noch die betriebliche – Konzeption im Sinne meiner Forderungen erfüllt ist, so hoffe ich, dass es möglich sein wird, mit der Seedamm-Kunstgalerie eine Stätte zu haben, lebendigen Kontakt mit den Kunstschaffenden vermittelt, kunsterzieherisches Wirken faszinierend zu gestalten hilft, und letztlich auch das Kunstverständnis bei einem breiten Bevölkerungskreis fördert.“
Und genau dieses Gedankengut, vor 35 Jahren in Kopf und Herz meines Vaters geboren, ist heute aktueller denn je. Denn eben diese Ausstellungs-Dynamik wollen wir auch heute wieder aufnehmen und verfolgen - wollen wir mit dem neuen Konzept realisieren. Ein Konzept, das Themenausstellungen anstrebt, die bewegen, sensibilisieren, die zur Reflexion und Diskussion anregen, die vermehrt wieder Jung und „Älter“ anlocken. Solche dynamische, lebendige Ausstellungen wollen wir in Zukunft in einem ebenso lebendigen Bau zeigen. Einem Bau, der in seiner für die 70er Jahre äusserst modernen, geradezu unorthodoxen Architektur dazumal verständlicherweise auch angegriffen wurde. Doch mein Vater war der Überzeugung – und dies äusserte er auch klar als Antwort auf Angriffe – „ein Gebäude, in dem Kunst gezeigt wird, darf auch selber Kunst sein“. Nun, ein Kunstwerk ist – meistens jedenfalls – etwas zu Erhaltendes. Dies ist eine der Hauptprioritäten unseres Umbaus und hat uns unter anderem in der Wahl des Architekten geleitet. Das heisst, wir suchten einen Architekten, der sich in bauliche Zeitzeugen reinfühlen mag und kann und in der Folge das Gute unterstreicht, das Überholte sanft eliminiert oder erneuert. Der Architekt Patrick Behles wird ihnen seine Annäherung an das gegebene Gebäude später aus eigener Sicht schildern. Doch nicht nur die Ästhetik lag meinem Vater am Herzen. Die Funktionalität, die Technik musste ebenso fortschrittlich und einwandfrei sein. Wenn ich in den Presseunterlagen von 1976 wühle, stosse ich auf folgende, dazumal äusserst erwähnenswerte weil aussergewöhnliche Anforderungen: „Es wurden unter anderem folgende Massnahmen getroffen: Massnahmen, die heute alle durch klare, strenge amtliche Auflagen „geregelt“ sind. Um aber auch in diesem Punkt dem Vermächtnis meines Vaters und Gründers des Kulturzentrums gerecht zu werden, investieren wir beim Umbau massiv in die Technik, um sie wieder auf neusten / besten Stand zu bringen. Auch hier machten wir uns natürlich Gedanken, wer garantiert uns den absolut professionellen Umbau, immer mit Rücksicht auf die bestehende Substanz, die hohen technischen aber auch zeitlichen Anforderungen. Wir sind überzeugt, in Allco und Kaufmann & Partner die richtigen „Partner“ ins Team geholt zu haben. Ich jedenfalls freue mich auf den Umbau, noch mehr natürlich auf die Neueröffnung im Spätherbst dieses Jahres und glaube, dass wir ganz im Sinne des Stifters, meines Vaters, Charles Vögele handeln, wenn wir seinem Kulturzentrum mit grosser Sorgfalt aber auch Dynamik neues Leben eingeben.
Monica Vögele, 13.01.10
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| Projekterläuterung Architekt Behles (PDF, 48kb) Umbautafel (PDF, 36kb) Ansicht vom Kulturzentrum (JPG, 1.6mb) Grundrissplan von der Ausstellungsräumlichkeit (PDF, 64kb)
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Pressetext
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Medienmitteilung 27. November 2009
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