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Hammerschlag
Ansprache
13. Januar
(4285 Zeichen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

P R E S S E T E X T E



Seedamm Kulturzentrum
Stiftung Charles und Agnes Vögele
Gwattstrasse 14
8808 Pfäffikon SZ
Tel. 055 416 11 11

Ansprache von Monica Vögele anlässlich des Hammerschlages zum Umbau 13.1.2010

 

Als mein Vater in den 70er Jahren seine – dazumal benannte – „Seedamm-

Kunstgalerie“ konzipierte, formulierte er seine Vorstellung hinsichtlich des Objektes,

des Gebäudes, wie folgt:

„Mit der Seedamm-Kunstgalerie will ich versuchen eine Stätte zu schaffen, die der

Erstarrung der Galerie-Idee entgegenwirkt. Um diesem Ziel nahe zu kommen, muss

das neue Objekt hinsichtlich der

räumlichen, technischen, funktionellen sowie aber auch der

architektonischen ästhetischen Voraussetzungen

meinen persönlichen Vorstellungen entsprechen. Diese weichen von denjenigen

herkömmlicher Galerien in einigen Teilen erheblich ab. Es sind Vorstellungen, die

spezifisch darauf ausgerichtet sind

dynamisch gestaltete Kunstausstellungen zu ermöglichen.

Und d y n a m i s c h gestaltet sind sie, so meine ich, wenn

Die Information über ein Kunstwerk und seinen Schöpfer in einer Form

vermittelt wird, die den Ausstellungsbesucher f a s z i n i e r t.

Wenn die bauliche – sowie natürlich auch noch die betriebliche – Konzeption im

Sinne meiner Forderungen erfüllt ist, so hoffe ich, dass es möglich sein wird, mit der

Seedamm-Kunstgalerie eine Stätte zu haben,


die die Intensität der Aussage von Kunstwerken optimal zur Wirkung bringt,

lebendigen Kontakt mit den Kunstschaffenden vermittelt,

kunsterzieherisches Wirken faszinierend zu gestalten hilft,

und letztlich auch das Kunstverständnis bei einem breiten Bevölkerungskreis

fördert.“

 

Und genau dieses Gedankengut, vor 35 Jahren in Kopf und Herz meines Vaters

geboren, ist heute aktueller denn je. Denn eben diese Ausstellungs-Dynamik wollen

wir auch heute wieder aufnehmen und verfolgen - wollen wir mit dem neuen

Konzept realisieren. Ein Konzept, das Themenausstellungen anstrebt, die bewegen,

sensibilisieren, die zur Reflexion und Diskussion anregen, die vermehrt wieder Jung

und „Älter“ anlocken.

Solche dynamische, lebendige Ausstellungen wollen wir in Zukunft in einem ebenso

lebendigen Bau zeigen. Einem Bau, der in seiner für die 70er Jahre äusserst

modernen, geradezu unorthodoxen Architektur dazumal verständlicherweise auch

angegriffen wurde. Doch mein Vater war der Überzeugung – und dies äusserte er

auch klar als Antwort auf Angriffe – „ein Gebäude, in dem Kunst gezeigt wird, darf

auch selber Kunst sein“.

Nun, ein Kunstwerk ist – meistens jedenfalls – etwas zu Erhaltendes. Dies ist

eine der Hauptprioritäten unseres Umbaus und hat uns unter anderem in der Wahl

des Architekten geleitet. Das heisst, wir suchten einen Architekten, der sich in

bauliche Zeitzeugen reinfühlen mag und kann und in der Folge das Gute

unterstreicht, das Überholte sanft eliminiert oder erneuert.

Der Architekt Patrick Behles wird ihnen seine Annäherung an das gegebene Gebäude

später aus eigener Sicht schildern.

Doch nicht nur die Ästhetik lag meinem Vater am Herzen. Die Funktionalität, die

Technik musste ebenso fortschrittlich und einwandfrei sein.

Wenn ich in den Presseunterlagen von 1976 wühle, stosse ich auf folgende, dazumal

äusserst erwähnenswerte weil aussergewöhnliche Anforderungen:

„Es wurden unter anderem folgende Massnahmen getroffen:
gegen Lichteinflüsse
gegen Einbruch
gegen Temperaturschäden an Exponaten
Klimaanlage, gesichert gegen Gasattacken aufs Publikum“

Massnahmen, die heute alle durch klare, strenge amtliche Auflagen „geregelt“ sind.

Um aber auch in diesem Punkt dem Vermächtnis meines Vaters und Gründers des

Kulturzentrums gerecht zu werden, investieren wir beim Umbau massiv in die

Technik, um sie wieder auf neusten / besten Stand zu bringen.

Auch hier machten wir uns natürlich Gedanken, wer garantiert uns den absolut

professionellen Umbau, immer mit Rücksicht auf die bestehende Substanz, die hohen

technischen aber auch zeitlichen Anforderungen. Wir sind überzeugt, in Allco und

Kaufmann & Partner die richtigen „Partner“ ins Team geholt zu haben.

Ich jedenfalls freue mich auf den Umbau, noch mehr natürlich auf die Neueröffnung

im Spätherbst dieses Jahres und glaube, dass wir ganz im Sinne des Stifters, meines

Vaters, Charles Vögele handeln, wenn wir seinem Kulturzentrum mit grosser Sorgfalt

aber auch Dynamik neues Leben eingeben.

 

 

Monica Vögele, 13.01.10

 

 

Alle Dokumente
zum Hammerschlag

(zip, 2mb)

    Projekterläuterung Architekt Behles (PDF, 48kb)
Umbautafel (PDF, 36kb)
Ansicht vom Kulturzentrum (JPG, 1.6mb)

Grundrissplan von der Ausstellungsräumlichkeit (PDF, 64kb)
Auszug Bulletin Nr. 87 (PDF, 130kb)

 

 
       



 
           
 

Pressetext
27. November

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Medienmitteilung 27. November 2009
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Susanna Kumschick wird neue Direktorin
des Seedamm Kulturzentrums der Vögele Stiftung in Pfäffikon SZ

Der Stiftungsrat der Stiftung Charles und Agnes Vögele hat Susanna Kumschick als neue Direktorin des Seedamm Kulturzentrums in Pfäffikon SZ gewählt. Sie wird die Leitung ab Januar 2010 übernehmen.

Susanna Kumschick, geboren und aufgewachsen in Luzern, studierte Kulturanthropologie, Film-, Medien- und Musikwissenschaft in Zürich und Freiburg. Nach Forschungsaufenthalten im Ausland und kuratorischen Engagements an Filmfestivals war sie 1999 bis 2005 Assistentin an der Universität Zürich und leitete die Abteilung Visuelle Anthropologie am Völkerkundemuseum Zürich. Sie hat langjährige Erfahrungen als Ausstellungskuratorin mit zahlreichen Publikationen zu Film, Fotografie, Kunst und kulturgeschichtlichen Themen. Gleichzeitig unterrichtet sie seit 1999 regelmässig an der Universität Zürich und an diversen Kunsthochschulen im Kunst- und kulturwissenschaftlichen Bereich. Daneben beschäftigt sie sich seit 2002 mit Forschungsprojekten zu Themen der visuellen Kultur und Interkulturalität an der Hochschule der Künste Zürich. Zuletzt leitete sie von 2006 bis 2009 den Fachbereich Gestaltung und Kunst an der Hochschule der Künste Bern.

Das Kulturzentrum der Stiftung Charles und Agnes Vögele ist zurzeit wegen Umbaus geschlossen und wird im Herbst 2010 mit einer Ausstellung von Martin Heller neu eröffnet.
Unter der Leitung von Susanna Kumschick wird die Neuausrichtung des Hauses Themenausstellungen beinhalten, die sich mit einem weit gefassten Kulturbegriff Fragen der Gegenwart annehmen werden.


Susanna Kumschick,
neue Direktorin im Seedamm Kulturzentrum.
Foto: © Hans Schürmann

Link zum Foto: Direktorin Seedamm (4.7mb 22x33cm 300dpi)

 

Kontakt:

Seedamm Kulturzentrum
Stiftung Charles und Agnes Vögele
Gwattstrasse 14
CH-8808 Pfäffikon SZ
+41 (0) 55 416 11 11
info@seedamm-kultur.ch
www.seedamm-kultur.ch

 

           

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